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Gruppen-Interview mit „Komiti Skopje“ (FK Vadar Skopje, Mazedonien)

Gruppen-Interview

„Komiti Skopje“ (FK Vadar Skopje, Mazedonien)

Fotos: Eigenes Archiv

UiSF: Erst einmal vielen Dank, dass ihr euch Zeit genommen habt für dieses Interview. Das erste Mal, dass bei Vardar eine „Komiti“ Fahne hing, war am 04. Juni 1987 bei dem Spiel gegen Roter Stern Belgrad. Wie kam es zu der Gründung? Wie viele Leute waren zu Beginn dabei, und wie hat sich die Gruppe die letzten Jahrzehnte entwickelt?

Kristijan (Komiti): Zu Beginn möchte ich mich für das Interview bedanken und mich kurz vorstellen. Ich komme aus Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens. Ich bin 21 Jahre alt. Seit 10 Jahren bin ich Mitglied der „Komiti“ und habe seit den letzten Jahren ein paar aktive Funktionen in der Gruppe. Wie ihr bereits erwähnt habt, erschien das erste Mal der Name Komiti beim Spiel gegen Roter Stern Belgrad (Crvena Zvezda). Seitdem hat der FK Vardar unseren Support, sei es zu Hause oder auswärts. Die Gruppe wurde von Leuten gegründet, die Vardar bereits von der Westtribüne unterstützten. Nun wollten sie den Support offiziell machen, weshalb sie alle Fans in einer Ultra-Gruppe organisierten. Zu Beginn wuchs die Gruppe sehr schnell und wir waren Kopf an Kopf mit anderen Ultras-Gruppen Ex-Jugoslawiens. Skopje wurde eine Stadt, die nicht mehr sicher für Gästefans war. Nach der Unabhängigkeit Mazedoniens (1991) verbot der Verband Gästefans oft, was der Startschuss für die schwindende Kraft unserer Gruppe war. Dazu kamen im Jahre 1991 interne Konflikte, die unsere Gruppe in zwei kleinere Gruppen mit weniger Einfluss teilte. Danach hatte unser Verein große finanzielle Probleme, was dazu führte, dass wir von einem der größten Teams Mazedoniens zu einem mittelmäßigen Verein wurden, der von dem Titel nur träumen konnte. Glücklicherweise gehören diese Probleme der Vergangenheit an, und unsere Gruppe ist im Moment einzigartig.

10540919_682636001811518_8809005738155978661_nUiSF: Wie kamt ihr auf den Namen Komiti? Hat er eine bestimmte Bedeutung?

Komiti: Der Name Komiti Zapad wurde nach vielen Vorschlägen sorgfältig ausgesucht. Der Begriff Komiti wurde hauptsächlich im späten 19-20 Jahrhundert benutzt. Darunter verstand man die Freiheitskämpfer, die versuchten Mazedonien von der türkischen Besatzung zu befreien. Zapad bezeichnet unsere Westtribüne.

UiSF: Gab es bei der Gründung Einflüsse aus anderen Ländern, wie z.B. die deutschen Ultraszenen von den italienischen Kurven beeinflusst wurden?

Komiti: Ja, selbstverständlich. Aber damals war Mazedonien Teil von Jugoslawien. Deshalb hatten wir mehr Einflüsse von Jugoslawischen Gruppen, als aus anderen Ländern.

UiSF: Wie ist eure Gruppe strukturiert? Gibt es auch Untergruppen?

Komiti: Komiti Skopje haben derzeit eine Verlagerung der Generationen. Die Älteren, die über 30 sind, waren ein großartiges Team aus Hooligans und Ultras, die sehr respektiert wurden und stets gewappnet waren. Die Generation zwischen 20 und 30 ist ebenfalls gut, sehr loyal und mit vielen kreativen Leuten vertreten.
Es gibt ca. 10 Untergruppen, die nach Stadtteilen/Umgebung untergliedert sind. Mention Komiti Cento, The Club, Ekipa Koreo, Komiti Kisela Voda, Komiti Karposh, Loyal Fans, Komiti Madzari.

UiSF: Wie ist das Verhältnis zum Verein? Welche Freiheiten habt ihr im Stadion und übernehmt ihr auch Aufgaben wie z.B. Ticketverkauf?

Komiti: In Mazedonien wechselt fast jeder Verein seine Angestellten sehr oft, was vor allem an der Tatsache liegt, dass die Sponsoren ständig wechseln. Vardar hatte viele verschiedene Sponsoren in den letzten 10 Jahren, also auch viele verschiedene Vereinsoffizielle. Wir hatten zu allen unterschiedliche Verhältnisse. Meistens gab es Probleme auf Grund komischer Entscheidungen seitens des Vereins, welcher jedoch von der Polizei unter Druck gesetzt wurde. Diese Entscheidungen gingen von frühen Anstoßzeiten bei Derbys, bis zur fehlenden Unterstützung falls wir unbegründete Auswärtsverbote bekamen. Eins haben aber alle Offizielle gemeinsam, und das ist die Tatsache, dass die Westtribüne nur für Ultras geöffnet ist und nicht für andere Fans. Zugegeben besteht nie die Möglichkeit, dass andere Teile des Stadions bei einem normalen Ligaspiel voll sind. Deshalb können die normalen Fans stets Tickets für die anderen Tribünen haben. In den letzten Jahren gab es nur ein Spiel, bei dem das Stadion voll war (Vardar-Bate Borisov). Bei diesem Spiel musste der Verein Tickets für die äußeren Teile der Kurve an normale Fans verkaufen. Normalerweise gibt der Verein uns die Tickets für unsere Tribüne und wir verkaufen sie an unsere Mitglieder am Treffpunkt vor dem Spiel. Wenn der Verein finanzielle Probleme hat, geht das gesamte Geld für die Tickets zurück in den Verein. Manchmal geht nur die Hälfte zurück. Im Moment geht das ganze Geld der Kurventickets zur Unterstützung in unsere Gruppe.

UiSF: Wenn ich mich recht erinnere, kam es 1996 zu einem Gästeverbot, und auch in den letzten Jahren hattet ihr immer wieder Auswärtsverbote. Wie wirkte sich das Gästeverbot auf den Zuschauerschnitt und das Interesse am Fußball aus? Wie Sind die Auswärtsfahrten bei euch organisiert?

Komiti: Es war nicht das einzigste Auswährtsverbot in den letzten Jahren. Eigentlich kommt es sogar immer öfters vor. Nach jedem größeren Zwischenfall spricht der Verband Auswärtsverbote für jede Ultra-Gruppe aus. Besonders bei den Derbys gibt der Verband, zusammen mit der Polizei, Auswärtsverbote, obwohl es nicht einmal einen Zwischenfall gab. Zum Beispiel dürfen wir nicht zum Spiel gegen Shkendija fahren, und in den letzten Jahren hatten wir Auswärtsverbote gegen unseren größten Rivalen Pelister. Die Situation im Mazedonischen Fußball ist zwar nicht die schönste, aber meiner Meinung nach ist der Grund für die geringen Zuschauerzahlen die Qualität des Fußballs, und nicht die Auswärtsverbote. Des Weiteren haben viele Traditionsvereine mit vielen Fans finanzielle Probleme und spielen deshalb nicht in der ersten Liga. Stattdessen haben wir Vereine, die erst vor wenigen Jahren gegründet wurden und weder eine Geschichte, noch irgendwelche Fans vorweisen können. Wir nennen solche Vereine „Fabrik-Teams“, und die halbe erste Liga ist voll von ihnen. Deshalb ist der Zuschauerschnitt so gering. Die Situation ist sehr komisch, wir haben mehr Ultras als normale Fans auf den Rängen. Dennoch sind die zahlen sehr gering. Früher waren die Stadien voll, heutzutage können wir froh sein, wenn wir 1.000 Leute im ganzen Stadion haben, bei Derbys 4.000.

UiSF: Bei unserem Besuch letzten März, viel uns neben der großen Komiti Fahne auch eine kleine Fahne der „Loyal Fans“ auf. Ich habe gelesen, dass sie sich 1999 von der Komiti abgespaltet haben. Könnt ihr uns etwas darüber erzählen?

Komiti: Wie ich bereits vorhin erwähnt habe, gab es 1999 interne Konflikte. Ein kleiner Teil von Komiti Mitgliedern verließ die Westtribüne und gründete eine neue Ultra-Gruppe, die Loyal Fans auf der Nordtribüne. Die Gründe dafür sind nicht eindeutig bekannt, aber der Hauptgrund war die Tatsache, dass Führungsmitglieder der Komiti eine politische Partei eindeutig unterstützten. Das war wahrscheinlich der größte Fehler unserer Gruppe in der Vergangenheit. Diese Spaltung der Komiti in zwei kleinere Gruppen (Komiti und Loyal Fans) war ein großer Schlag für unsere Gruppe, da die Mitgliederzahlen in den folgenden Jahren immer mehr sanken. Dazu kamen noch ein paar Konflikte zwischen den beiden Gruppen bei Auswärtsspielen. 7-8 Jahre nach diesem Konflikt wurde aber alles geklärt und die Gruppe ist wieder gemeinsam vereint.

oUiSF: Neben dem Fußballverein unterstützt ihr auch euer Handballteam RK Vardar. Warum habt ihr euch für Handball entschieden und seit wann supportet ihr das Team?

Komiti: RK Vardar war zwar nicht sonderlich erfolgreich, als Mazedonien Teil von Jugoslawien war, aber in den ersten Jahren der Mazedonischen Meisterschaft, hatten wir eine beachtliche Rolle. Komiti begann den RK Vardar Mitte der 90er zu supporten. Vardar bekam einen neuen Sponsor (Vatrostalna) und wurde zu einem der besten Teams der Liga. Wir standen in dieser Zeit sogar in einem Halbfinale des Europapokals. Aufgrund der Auswärtsverbote, die wir damals beim Fußball hatten, ging unsere Gruppe sehr oft zu den Handballspielen. Dann gab es eine Phase, in der wir nicht mehr zu allen Spielen gingen, sondern nur noch zu den Derbys und den Europapokal-Spielen. Heute supporten wir bei jedem Spiel, es sei denn unser Fußballteam spielt zur selben Zeit. Der Fußballverein steht immer an erster Stelle. Der RK Vardar hat im Moment ein großartiges Team. Letzte Saison waren wir sehr nah am Einzug in die Final-Four der Handball CL. Bei den CL-Spielen ist die Halle stets voll, und laut allen Spielern, die in Skopje spielten, hatten wir die beste Atmosphäre.

UiSF: Zu welchen Vereinen/Szenen habt ihr die größte Rivalität?

Komiti: Unsere größten Feinde sind die Ultras von Pelister, den Ckembari Bitola. Diese Rivalität besteht seit der ersten Mazedonischen Meisterschaft nach der Unabhängigkeit des Landes. Allgemein besteht eine große Rivalität zwischen unseren Städten Skopje und Bitola. So wird diese Rivalität im Sport ausgetragen, vor allem beim Fußball und Handball. Unsere anderen großen Rivalen kommen aus unserer Stadt. Es ist die ethnisch albanische Gruppe Shverceri (Verein: FK Shkupi). Die Rivalität zu ihnen begann in den Jahren, als ihr Verein einer der besten des Landes war, und drei Meisterschaften in Folge gewinnen konnte. Zu dieser Zeit gab es einen Krieg zwischen unserem Land und albanischen Terroristen, aus Mazedonien und dem Kosovo. So gesehen ist diese Rivalität eher ein ethnischer Konflikt.

UiSF: Während es beim Fußball in Skopje keine anderen Szenen in der ersten Liga gibt, haben die Basketballvereine von MZT Skopje und KK Rabotnicki 2 interessante Szenen (Family Aerodrom und City Park Boys). Wie ist das Verhältnis zu den Gruppen. Besteht eine tägliche Gefahr mit gegenseitigen Angriffen?

Komiti: In den frühen und mittleren 90er supportete die Komiti auch KK Rabotnicki, sowie ein paar Mitglieder MZT Skopje. Tatsächlich kamen die Gründer und Führungsmitglieder der beiden Gruppen (Family Aerodrom und City Park Boys) von unserer Tribüne. Es war eine interessante Situation, die Komiti supportete den FK Vardar, aber bei den Basketballspielen waren sie in zwei Gruppen geteilt, die KK Rabotnicki und MZT Skopje unterstützten. Eine kleine Gruppe aus Mitgliedern der Komiti (Combat 87) unterstützte zur selben Zeit den KK Vardar, ein Verein, der nie größere Erfolge verzeichnen konnte. Vor ein paar Jahren hat sich Combat 87 neugegründet, und unterstützt seitdem den KK Vardar bei den Heimspielen. Im Moment haben die Ultra-Gruppen von KK Rabotnicki und MZT Skopje keine Kontakte zu unserer Gruppe. Wir sind keine Rivalen, weshalb auch keine Risiken auf gegenseitige Angriffe bestehen, jedoch besteht eine große Feindschaft zwischen den Gruppen untereinander. Außer den üblichen Zwischenfällen bei ihren Derbys, besteht keine Gefahr auf größere gegenseitige Angriffe im täglichen Leben.

UiSF: In Deutschland leiden die Ultras unter der Repression durch den Fußballverband und der Polizei. Wie ist die Situation bei euch, gibt es Probleme mit der Polizei? Wie sieht es mit dem Gebrauch von Pyro aus?

Komiti: In Mazedonien haben wir dieselbe Lage, wenn nicht sogar schlimmer. Zum Beispiel verteilt der Verband viele Auswärtsverbote und setzt Risikospiele zu ungewöhnlichen Anstoßzeiten, wie z.B. 13Uhr an Werktagen an. Wie ich bereits erwähnte leiden wir unter dem großen Druck der Polizei, die in vielen Situationen sehr brutal vorgeht, obwohl kein richtiger Grund dafür vorliegt. Sie drängen uns bereits 10 Minuten vor Spielende aus dem Block (es ist auch gewöhnlich, dass die Fans erst nach 20-25 Minuten das Stadion betreten dürfen), obwohl ein solches Gesetz in unserem Land nicht existiert. Dennoch machen sie das ständig bei den Derbys. Stellt euch doch mal vor, ihr bezahlt für ein Ticket, dürft aber nur die Hälfte des Spiels sehen. Das ist lächerlich. Sehr oft reagieren sie panisch aufgrund ihrer schlechten Organisation. Beim Versuch die Fans möglichst aus dem Block zu treiben, gehen sie dadurch sehr brutal vor. Wir hatten dieselbe Situation beim letzten Derby in Bitola, als ein Polizist seine Granate „verlor“ während sie uns aus dem Gästeblock treiben wollten. Als sie explodierte verletzte sie 10 Freunde, einer verlor sogar mehrere Finger seiner linken Hand. Ein paar unserer Freunde wurden verhaftet und befinden sich immer noch im Gefängnis. Durch die neuen Gesetze ist Pyro ebenfalls verboten, aber wir finden dennoch alternative Wege, um es in den Block zu schmuggeln. Die Strafe für das Zünden von Pyrotechnik ist für unsere Verhältnisse sehr hoch. Der Durchschnittslohn in Mazedonien liegt bei 250€, die Strafe für das Zünden von Pyro liegt bei 800€!

UiSF: Neben Rabotnicki tragt auch ihr eure Heimspiele im Nationalstadion aus, was mit rund 36.000 Plätzen deutlich größer als der normale Zuschauerschnitt ist. Steht ihr trotzdem gerne auf der Westtribüne (Zapad), oder würdet ihr gerne ein eigenes Stadion haben?

Komiti: Ich erzählte bereits, dass die Kapazität des Stadions viel zu groß für die Anzahl der Fans ist, die letztendlich zum Fußball gehen. Eigentlich haben wir nie über die Idee eines eigenen, kleineren Stadions nachgedacht. Viele unserer Fans haben eine emotionale Bindung zu dem Stadion. Dies ist sicherlich der Grund dafür, dass wir nie ein kleineres Stadion forderten, das zu 100% uns gehört, und das obwohl das Stadion nach den Umbauarbeiten sehr modern aussieht. Ich persönlich finde, dass die Fans das alte Design des Stadions mehr mochten.

UiSF: Wie jeder weiß, pflegt ihr eine Freundschaft zu den Ultras Gelsenkirchen. Wie ist die Freundschaft entstanden und wie oft könnt ihr euch besuchen?

Komiti: Die Freundschaft begann 2004 in Gelsenkirchen, als Vardar in der dritten Runde des Intertoto-Cups gegen Schalke spielte. Zu Beginn war es nur eine Freundschaft zwischen mehreren Mitgliedern der Komiti (hauptsächlich Mitglieder der Loyal Fans) die das Auswärtsspiel besuchten, und einigen Mitgliedern von UGE. In den folgenden Jahren besuchten ein paar unserer Mitgliedern Spiele von Schalke, wie z.B. das Auswärtsspiel gegen Levski. Im Gegenzug besuchten auch Leute von UGE unsere 20-Jahresfeier. Dennoch war die Freundschaft noch nicht so groß, wie sie heute ist. In den letzten 3-4 Jahren besuchten wir jedoch viele Schalke-BVB Spiele, sowie ein paar CL-Spiele. UGE unterstützte uns neben unserem Derby gegen Pelister, und anderen Ligaspielen sogar bei Europa-Cup Handballspielen von RK Vardar in Deutschland. Letztes Jahr organisierten wir ein Freundschaftsspiel zwischen unseren Teams in Skopje. Dieses Jahr feiern wir das 10-jährige bestehen der Freundschaft in Gelsenkirchen.

P11804341899342_609759095765876_1670311048_oUiSF: Pflegt ihr neben der Freundschaft zu UGE noch Kontakte zu anderen Gruppen?

Komiti: Ja wir haben auch eine Freundschaft mit Vojvodi Tetovo, den Fans von Teteks Tetovo.

UiSF: Wo wir gerade über die Freundschaft reden. Dazu fällt mir sofort ein Komiti + UGE Graffiti ein, welches sich in der Nähe des Nationalstadions befindet. Allgemein findet man noch viele andere Tags von euch in Skopje. Würdet ihr euch als besonders aktiv in diesem Gebiet bezeichnen? Sind die anderen Szenen (Family Aerodrom, City Park Boys)in Skopje ebenfalls aktiv, kommt es dadurch zu Problemen?

1957922_609759145765871_1339137716_o 1926106_609759212432531_1141789129_o Komiti: Wir sind sehr aktiv in diesem Gebiet, besonders einige unserer Untergruppen, wie Komiti Cento, Komiti Madzari, Komiti Karpos 4 und Loyal Fans haben ihre Graffitis in der ganzen Stadt. Die anderen Gruppen von Skopje machen ebenfalls viele Graffitis, Probleme gab es in diesem Bereich aber noch keine mit ihnen.

UiSF: Wie sieht das Gruppenleben in der Spielfreien Zeit aus? Habt ihr einen Gruppenraum, wo ihr euch trefft?

Komiti: Im Moment haben wir keine eigene Location, aber wir planen einen eigenen Pub zu eröffnen. Ansonsten organisieren wir viele Fußballturniere für unsere Mitglieder. Das wohl berühmteste ist das zu Ehren Tomo. Er war einer unserer Mitglieder und starb leider viel zu früh. Des Weiteren organisieren wir jedem 25. Mai ein Konzert zu Ehren von FK Vardar. Das ganze begann vor 5-6 Jahren, als wir Geld für den Verein sammelten, der damals große finanzielle Probleme hatte.

UiSF: Werft ihr auch einen Blick in andere Länder, welche Fankurven zählen für euch zu den besten?

Komiti: Es gibt so viele gute Ultra-Gruppen, aber ich muss sagen, dass die polnische Tifo-Szene die beste ist. Zusammen mit den serbischen und griechischen Ultras, ein paar kroatischen Gruppen, eurer deutschen Tifo-Szene, sowie den italienischen Tifosi. Zuletzt muss ich noch sagen, dass die Atmosphäre der Argentinier fantastisch ist.

UiSF: Noch einmal vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte gehören euch.

Komiti: Vielen Dank nochmal für das Interview. Ich möchte noch sagen, dass Komiti trotz der Repressionen seitens der Polizei und der Politiker gegen unsere Gruppe seit 27 Jahren besteht, und sie für immer stark bleibt! Wir werden leiden, aber wir werden nicht aufgeben. Zum Schluss möchte ich noch meinen Respekt und Support an unser Mitglied aussprechen, welcher beim Derby gegen Pelister mehrere Finger seiner linken Hand verlor. Stoppt die Polizeigewalt! ИЗДРЖИ ТУРЧИН !!!

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