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29.12.14 (20:00) Fulham FC – Brighton & Hove Albion FC 0:2

29.12.2014 (20:00)
Championship
Fulham FC – Brighton & Hove Albion FC 0:2 (0:0)
Craven Cottage
Zuschauer: 20.619 (ca. 6.000 Gäste)

London und Brighton & Hove liegen nur knapp 100 Meilen auseinander. Somit war dieses Spiel ein Derby. Auch im Vorverkauf wurde lange gewartet, bis der General Sale geöffnet wurde. Die Ticketpreise bei Fulham sind für englische Verhältnisse günstig. Ein Ticket für eine Hintertortribüne bekommt man schon für 25 Pfund. Die Geraden sind dann etwas teurer. Aber der Ground hat einiges zu bieten. Es ist ein wirklich nostalgisches Stadion. Eröffnet wurde das Stadion 1896. Hier findet man noch alte Holztribünen mit Holzsitzen, natürlich gibt es auch schon restaurierte Bereiche. Der Klinkerbau wirkt von außen kaum wie ein Stadion. Erst wenn man die Überdachungen der Hintertortribünen und die Flutlichter sieht, weiß man, dass man angekommen ist. Am besten kommt man zum Craven Cottage mit roten Bussen ab der Tube-Station „Hammersmith“. Wer mit der Tube anreisen will, sollte die Station Putney Bridge wählen. Ich wählte den Weg von Hammersmith aus zu Fuß. Für mich gehört der Bezirk Fulham zu einen der schönsten in London. Viele kleinere Geschäfte, viele Bars und Gaststätten, aber auch die vielen typischen Klinkerhäuser runden das Flair ab. Auf dem Weg zum Stadion bin ich an knapp fünfzehn Reisebussen vorbei gelaufen. An Hand der Fahnen und der Schals in den Bussen waren diese den Gästen aus Brighton & Hove zuzuordnen. Demnach war ich sehr euphorisch, da also Montag Abend doch ein großer Schwung angereist ist. Stimmungstechnisch wurde mann den aber doch wieder daran erinnert, dass man in England ist. Der Einmarsch der Mannschaften wurde fast vom Schweigen begleitet. Doch nach dem Anpfiff ging es dann mal so richtig los. Die Supporter von Brighton & Hove zeigten deutlich, wer hier das sagen hat. Es war zwar nur eine kleinere aktive Gruppe im Oberrang, aber sie hatten es öfters geschafft, fast den gesamten Gästemob anzuheizen. Bei Fulham bot sich das selbe Bild. Eine kleinere Gruppe von Supportern sammelte sich im Oberrang und sang Lieder. Jedoch war die Mitmachquote auf der gesamten Tribüne bei unter 5%. Das fande ich sehr schade, denn es hatte sich ganz gut angehört. Fehlschüsse, Fehlpässe etc. wurden halt bejubelt, Ecken wurden besungen und das war es dann auch schon mit Fulham. Im Pöbeln sind sie allerdings Weltklasse.
Zum Spiel: Fulham legte zum Anfang der ersten Halbzeit gleich den sechsten Gang ein. Man konnte hier sofort sehen in welche Richtung es geht. Das weckte die Zuschauer natürlich auf. Brighton & Hove verteidigte jedoch sehr gut und lauerte auf Konter. Später flachte das Spiel beidseitig enorm ab. Teilweise hatte man den Eindruck, dass Fulham gar nicht spielen will. Das haben auch die Zuschauer sehr schnell bemerkt und es wurde sehr laut. Aber nicht weil angespornt wurde, sondern weil gemeckert und gepöbelt wurde. Nach der Pause bot sich dann das selbe Bild. Brighton & Hove wurde dann besser. Fulham stand hinten drin und versuchte sich irgendwie zu befreien. Die Laufeigenschaften und auch die taktische Übersicht war nicht ausgereift. So kam es wie es kommen musste und Brighton & Hove ging in Führung. Nun war die Stimmung im Gästeblock nicht mehr zu halten. Alles feierte, alles sang und einige zeigten sogar ihren Schal. Das 1:0 hat Fulham das Genick gebrochen. Auch auf den Rängen war leider nichts mehr los. Als Brighton & Hove dann das 2:0 nachlegte, gingen die ersten Zuschauer nach Hause. Der Spielausgang war vollkommen verdient. Nach dem Spiel war auch hier das typische Chaos an der Tagesordnung. Alles stürmte zur Tube oder zu den Haltestellen der Busse. Ich wählte wieder den Fußweg und setzte mich noch bei einem örtlichen Imbiss rein. Da es hier so viele Imbisse gibt, verläuft sich das recht gut und man findet immer einen Platz wo man noch eine Kleinigkeit essen kann. Zusammenstöße der Fangruppen hatte ich nicht mitbekommen. Auch hier war wieder sehr wenig Polizei vor Ort.

FulHBRH1 FulHBRH2 FulHBRH4 FulHBRH5 FulHBRH7 FulHBRH9Fotos & Text: Stefan/Team UiSF

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