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17.10.2016 (19:00) Hammarby IF – Djurgårdens IF 4:2

17.10.2016 (19:00)
Allsvenskan
Hammarby IF – Djurgårdens IF 4:2
Tele2 Arena
28.493 Zuschauer (ca. 6.000 Gäste)

Video: https://www.youtube.com/watch?v=_hym4h6FPTc&feature=youtu.be

Foto & Text: Ric

Für die Fans von Djurgårdens IF sind die Derbys seit einigen Jahren immer mit negativen Erlebnissen behaftet. Gegen AIK gewann Djurgårdens das letzte Derby am 19.09.2011. Seitdem gab es in zehn weiteren Derbys keinen „Dreier“ mehr. Gegen Hammarby sieht die Statistik nicht besser aus. Der letzte Derbysieg gegen „Bajen“ stammt aus dem Jahre 2007 (1:0 Sieg, 13.08.2007). Wobei man hier anmerken muß, dass Hammarby 5 Saisons (2010 – 2014) in der Superettan unterwegs war. Nun also nach nach zusammengenommen 17 vergeblichen Anläufen ein neuer Versuch seitens „DIF“ ein Stadtderby zu gewinnen.

Es sah am Anfang auch garnicht schlecht aus. Nachdem beide Seiten mit sehr ansehnlichen Choreografien, inkl. dem gewohnten Einsatz von Pyrotechnik, das Spiel einläuteten, führte Djurgårdens IF mit 0:1 (3.) und erhöhte bald auf 0:2 (31.), was den eigenen Anhang zum kollektiven Ausrasten brachte. Auf Seiten der „Bajen-Fans“ war kurzzeitig durchatmen angesagt. Die „Gästefans“ überzeugten seit Beginn an (wie auch die Hammarby Fans), nun aber um noch einiges mehr. Die Grün-Weißen erholten sich jedoch schnell von dem frühen Schock, und nach dem schnellen Anschlußtor (34.) zog nun der Heimanhang mächtig die Zügel an. Als kurz vor der Halbzeit sogar das 2:2 fiel, flippten nun die HIF – Fans total aus. Auf Seiten der Gäste machte sich die totale Ernüchterung breit. Das eigene Team war auf dem besten Wege einen weiteren möglichen Derbysieg herzugeben, und die ungeliebte Hammarby-Fangemeinde war nun akustisch deutlich Herr im Hause. In Minute 54 folgte der Stich ins Blau-Gelb-Rote Herz. Hammarby führte nun 3:2 und die Jubelszenen auf Seiten der Grün-Weißen waren unfassbar. Als Hammarby in der 76. Minute das 4:2 machte, explodierte der Fanblock von Hammarby förmlich. Es wurde geweint, gejubelt und gebetet. Was für irre Szenen. Wahnsinn! Kein Wunder, bei diesem Spielverlauf. Nun war Totenstille im Gästeblock. Einige DIF-Jungs hatten nun andere Ziele. Der Innenraum wurde von 1-2 Dutzend Leuten geentert, doch das Fangnetz sorgte dafür, dass man im „Käfig“ blieb. Auch einige Leuchtspuren flogen Richting benachbarter Tribüne und auf den Rasen. Das Spiel wurde fortan für ca. 30 Minuten unterbrochen. Als die Sicherheitsorgane die Lage relativ schnell wieder in den Griff bekamen, leerten sich weite Teile des Gästeblockes. Der Oberrang war nahezu komplett leer. Dabei waren noch ca. 12 Minuten zu spielen. Den HIF-Fans war dies alles herzlich egal. „Always look on the bright Side of Life“ wurde nun von großen Teilen des Stadions gesungen. Ein Lied, was lange gesungen wurde, wenn HIF verloren hatte. Damals wollte man damit ausdrücken, dass man niemals aufhören würde zu singen. „Sköna Bajen“, ein relativ neues Lied mit Ohrwurm-Garantie, wurde dann ebenfalls lange und ausdauernd gesungen. Am Ende wurde einfach nur noch gefeiert.

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