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05.12.2015 (14:00) Hallescher FC Chemie – FC Hansa Rostock 2:0

05.12.2015 (14:00)
3. Liga
Hallescher FC Chemie – FC Hansa Rostock 2:0
Kurt-Wabbel-Stadion
10.572 Zuschauer (1.100 Hanseaten)

Die Hoffnung auf die Wende in einer zuletzt andauernden sportlichen Talfahrt hielt bei der Hansa – Anhängerschaft nur eine Woche an. Am vergangenen Spieltag hatte man nach 13 sieglosen Spielen (8 Remis & 5 Niederlagen) erstmals wieder ein Spiel gewonnen (1:0 gegen FSV Mainz 05 II). An der Saale gab es diesmal wieder nichts zu holen. Nur ein Sieg aus den letzten vier Spielen beim HFC konnte Hansa gewinnen. Auch beim HFC waren die letzten Spiele eher durchwachsen verlaufen. 4 Siege, 3 Remis und 3 Niederlagen gab es zuletzt. Durch den 2:0 Erfolg am Samstag konnte sich der HFC etwas Luft verschaffen und zugleich Hansa auf einen Abstiegsplatz drängen.

1.100 Hanseaten begleiteten ihr Team an die Saale und füllten damit den Gästeblock erneut bestens aus, was keineswegs überraschend sein dürfte. Im Vorfeld des Spiels wurden nahe Gästebereich einige Glascontainer entfernt, „um den Gästen keine Wurfgeschosse als Vorlage zu liefern“, wie es sinngemäß hieß. Anwohner mußten in andere Straßen, wenn sie Glas entsorgen wollten. So kann man das Bild vom gemeinen, gewaltsuchenden Fußballfan auch untermalen. Größere Zwischenfälle gab es am Samstag jedenfalls nicht.

Im Stadion verzichteten beide Seiten auf größere optische Aktionen. In der HFC Fankurve präsentierte man zentral zu Beginn ein Doppelhalter-Intro. Während des Spiels gab es einige Spruchbänder bei den Hallensern. So wurde u.a. einem kürzlich verstorbenen Erfurter gedacht, sowie ein Gruß an die „Saubermänner“ vom DFB geschickt. Stimmungstechnisch erwischte die HFC Kurve einen soliden Tag. Man gönnte sich, wie auch die Gäste, die ein oder andere kleine Pause, doch insgesamt kann man von einem vernünftigen Auftritt sprechen. Den Gästen merkte man die Turbulenzen der letzten Monate an. Zudem wurde die Latte in den letzten Jahren recht hoch gelegt. Während die Hanseaten nach dem 1:0 weiterhin aktiv waren, versetzte das 2:0 den Block in eine kollektive Schockstarre. Es dauerte einige Minuten, bis sich die FCH-Fans davon erholten. Am Ende standen die Rostocker mit leeren Händen da, und müssen hoffen, dass sich die Situation bald bessert. Auf einen ähnlichen Saisonverlauf wie in der Vorsaison, als man furios aus der Winterpause herauskam, sollte man sich nicht verlassen.

Fotos, Video & Text: Ric

Video: https://www.youtube.com/watch?v=TeLKVyxixho

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