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05.12.2015 (14:00) 1. FC Saarbrücken – TSV Steinbach 4:0 (Ludwigspark-Abschied)

05.12.2015 (14:00)
Regionalliga Südwest
1. FC Saarbrücken – TSV Steinbach 4:0 (Ludwigspark-Abschied)
Ludwigsparkstadion
3.771 Zuschauer (10 Gäste)

Fotos: Brice
Text: Ric

Wenn man in Deutschland einen Fussballfan nach dem schönsten Stadion fragt, kommt nicht selten die Antwort „Ludwigsparkstadion Saarbrücken“. Genau dort fand am Samstag das letzte Spiel statt. Nach gut 62 Jahren Jahren geht nun eine Ära zu Ende. Der Ludwigspark wurde im August 1953 mit einer Kapazität von ca. 35.300 Plätzen (davon 8.300 Sitzplätze) eröffnet. Bis zuletzt verfügte das Stadion über eine große Menge Stehplatze, eine große Anzeigetafel und wuchtige Flutlichtmasten. Alles Dinge, die ein schönes Old School Stadion ausmachen. Der Zuschauerrekord wurde im März 1954 aufgestellt, als das damals noch eigenständige Saarland in der WM-Quali gegen Deutschland mit 1:3 unterlag. Gästefans kamen immer gerne nach Saarbrücken und genossen das Flair im weiten Rund. Das letzte große Spiel im Ludwigspark fand vor fast exakt zwei Jahren statt, als der Ludwigspark bei der DFB-Pokalbegegnung zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Borussia Dortmund das letzte Mal „ausverkauft“ vermelden konnte. So sehr wie die Fans um ihre geliebte Heimatstätte trauern, so sehr scheint man sich im Verein auf das neue Stadion zu freuen. Bis auf Freibier gab es keinerlei Aktionen vom Verein. Eigentlich auch schade, wenn man bedenkt, dass der FCS über sechs Dekaden in diesem Stadion gespielt hat. Die „Virage Est“ verabschiedete sich mit einigen Aktionen von ihrer Heimat. Es wurde eine Choreo, ein Intro zu Beginn der zweiten Hälfte und jede Menge Pyrotechnik präsentiert. Immerwieder leuchtete, blinkte oder rauchte es. Selbst nach Abpfiff verweilte die Szene noch im Stadion und ließ „nichts“ anbrennen. Freunde aus Nancy, Salzburg und Nizza waren ebenfalls gekommen, um „Adieu“ zu sagen und dem Ludwigspark die letzte Ehre zu erweisen. Das neue Stadion soll im alten Ludwigspark entstehen. Anfangs war sogar die Rede davon, die alten Stahlrohrtribünen aus dem Mainzer Bruchwegstadion zu nutzen, was nach Protesten aber wieder verworfen wurde. Aktuell schaut es so aus, dass die Gegentribüne saniert wird, und drumherum drei neue Tribünen entstehen. Man darf gespannt sein. Abschließend nur eins: Auch wir sagen „Adieu Ludwigspark“!

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